Wöll: „Habe mich geschämt“

Müll in der Fußgängerzone ein Thema bei offener Fraktionssitzung

Wölm: „Habe mich geschämt“

Die „Große Koalition“ in Dormagen suchte den gemeinsamen Austausch mit den Werbegemeinschaften, um zu hinterfragen, ob irgendwo der Schuh drückt und die Politik dort helfen kann.
Eine gemeinsame Fraktionssitzung zum Thema „Einzelhandel. Dienstleistungen und Gastronomie in Dormagen“ veranstalteten CDU und SPD am vergangenen Montagabend in der Kulle. Die Einladung galt den drei örtlichen Werbegemeinschaften: Norbert Heinen, Interessengemeinschaft (IG) „TopWest“, Stefan Maxeiner, Gewerbeverein „Nievering“, und Erik Krüger, City-Offensive Dormagen (CiDo), waren gerne gekommen, um den Lokalpolitikern zu beschreiben, wo ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen, und mitzuteilen, welche Wünsche sie möglicherweise an die Politik haben. Davon gab es überraschend wenige: Heinen würde die verkehrlich problematische Kreuzung an der Ecke Kieler Straße/Lübecker Straße („Chaoskreuzung bei Mc Donalds“) gerne in einen Kreisverkehr umgebaut sehen. Maxeiner wünschte sich, dass es zu einem regelmäßigeren Austausch mit der Politik kommt, um über Themen und Projekte zu sprechen, bevor sie in Ratsausschüssen Thema werden. Ansonsten konstatierten alle drei Vorstandsmittglieder eine sehr gute Zusammenarbeit mit der ein Jahr alten Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) mbH. Deren Geschäftsführer Michael Bison war in der Kulle ebenfalls dabei und bestätigte diese Einschätzung aus seiner Sicht. Einig waren sich die Protagonisten auch in ihrer Zielsetzung: Kaufkraft nach Dormagen holen und diese vor Ort binden. Deutlich wurde auch, dass die Ehrenamtler alle einen hohen persönlichen Einsatz erbringen, um ihr Vorstandsamt wahrzunehmen. Kritisch wurde es nur bei einem Thema, das die Vorsitzende der Dormagener Frauen Union, Elke Wölm, in aller Deutlichkeit ansprach: der zunehmende Müll in der Fußgängerzone in der Innenstadt. „Ich war da vor ein paar Tagen mit auswärtigen Gästen unterwegs und habe mich geschämt. So kann man sich hier nicht wohlfühlen.“ Bison und Krüger versicherten, dass sie sich des Themas mittlerweile angenommen haben. Mit allen beteiligten Stellen im Stadtkonzern werden nun an einer nachhaltigen Lösung gearbeitet. Die könnte unter anderem neue Mülleimer mit Deckel vorsehen. -Oliver Baum

SCHAUFENSTER-Artikel vom 27. Januar 2018