Anwohnerbeschwerden sind vorprogrammiert

1999 wurde beschlossen, das Park & Ride-Areal am Bahnhof in zwei Teile abzugrenzen. Jetzt sollen die beiden Barrieren wieder verschwinden. Das kostet dann auch gleich mal rund 2.000 Euro. Die CDU-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag eingebracht. Fraktionschef Kai Weber hatte sich in der Sitzung des Hauptausschusses quasi selber abgefeiert: „Lange nicht mehr hat ein CDU-Antrag so viel positive Resonanz erfahren.“ Die dürfte vermutlich ganz überwiegend von Pendlern gekommen sein, die morgens einen bahnhofsnahen Parkplatz suchen. Das Problem: Kommen sie von der Friedenstraße ist in der Mitte des Parkplatzes Schluss. Einmal wenden und einen etwa 1,2 Kilometer langen Weg über die Haberlandstraße fahren, um von der Zonser Straße aus auf der zweiten Parkplatzhälfte nach einem Stellplatz zu suchen. Die dadurch entstehende zusätzliche Belastung der Umwelt aufgrund des erhöhten Kraftstoffverbrauches solle bei einer eventuellen Umplanung mit berücksichtigt werden, so die CDU. Die Sperre solle so geändert werden, dass zwar ein Durchfahren weiter erschwert, aber die Suche nach einem freien Parkplatz erleichtert werde. An den Einfahrten sollen zudem Durchfahrverbotsschilder aufgestellt werden. Auf wenig Gegenliebe dürfte dieses Vorgehen bei den betroffenen Anwohnern führen. An sie und an die Bürgerversammlung vor dem Beschluss im Jahr 1999 erinnerte Detlev Zenk (SPD) im Ausschuss. Zusammen mit Bürgermeister Erik Lierenfeld enthielt sich Zenk bei der Abstimmung, obwohl der Rest der SPD-Fraktion wie die CDU, die Grünen und Piraten/Die Linke dafür votierten. Die Verwaltung hatte sich in der entsprechenden Drucksache sehr eindeutig gegen die Aufhebung der Teilung ausgesprochen. Sie habe sich in den knapp 20 Jahren bewährt. Der Umweg bei der Parkplatzsuche sei in Kauf zu nehmen und habe nur vereinzelt zu Beschwerden geführt. Dafür aber habe es keinen Schleichverkehr mehr vom Bahnhof aus Richtung Horrem gegeben. Eines ist klar: Den wird es trotz Durchfahrtsverbot wieder geben. Und damit auch wieder Anwohnerbeschwerden.-Oliver Baum

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