Wichtige Information

Rauchgase über Delrath und eventuell auch über Dormagen. Es ist in  einem Aluminium verarbeitenden Betrieb zu einem Brand gekommen. Es gibt Rauchniederschlag und Geruchsbelästigung. Die Feuerwehr Dormagen warnt in diesem Zusammenhang vor möglichen gesundheitlichen Gefahren! Bitte begeben Sie sich sofort in geschlossene Räume in diesem Bereich ( Delrath). Schließen Sie vorsorglich Fenster und Türen. stellen Sie Lüftungssysteme oder Klimaanlagen ab. Dies ist kein Scherz! Informieren Sie Nachbarn und halten Sie die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr für Notfälle bereit! Wir melden, wenn die Gefahr vorüber ist. Die Meldung erreichte uns vor circa 20 Miniten. -Andrea Lemke

Sommer, Sonne und Musik am Fühlinger See

Nur einen Katzensprung von Dormagen entfernt zelteten jetzt wieder zehntausende Festivalgänger, um auf der Summerjam am Fühlinger See die Konzerte ihrer Lieblingsbands und -sänger zu erleben. Doch die Party war nach den Auftritten meist noch lange nicht vorbei.
Ein Festival nur für Brokkolilutscher und Barfußgänger? Die Klischees eines Reggae-Festivals müssen sich die Musikfans, die jährlich immer Anfang Juli zur Summerjam pilgern, wohl noch länger anhören. Doch schon seit vielen Jahren zieht das Festival des Sommers ein ganz gemischtes Publikum an. Es mag daran liegen, dass mittlerweile auch viele Künstler anderer Musikrichtungen auftreten oder aber daran, dass viele Besucher vor allem die entspannte Zeit am Fühlinger See genießen möchten. Obwohl in diesem Jahr viele Barfußgänger unterwegs waren, was aber vermutlich an den hochsommerlichen Temperaturen lag, die nur selten von dem ein oder anderen Regenschauer unterbrochen wurden.
Montags, also vier Tage vor den ersten Konzerten, öffnete das Gelände um den Fühlinger See seine Tore für die Camper. Ja, auch schon so früh reisten viele Festivalgänger an, um entweder besonders nah an einem der Eingänge zu zelten, direkt von der Isomatte in den See springen zu können oder aber auf jeden Fall wieder den lieb gewonnen Campingplatz aus dem vergangenen Jahr zu erwischen. Was macht man dann so lange auf dem Zeltplatz? Flunkyball spielen (ein Trinkspiel). Oder aber einfach ein bisschen Urlaub mit vielen Gleichgesinnten auf engstem Raum. Denn spätestens ab Donnerstag war es das mit der Idylle am See. An diesem Tag war das Campen für Ticketbesitzer kostenfrei und auf jedem freien Quadratmeter Wiese wurde ein Zelt aufgebaut. Manche sogar am Abhang oder auf dem Schotterweg.
Die Konzerte fanden auf der großen Insel inmitten des Fühlinger Sees statt, welche trockenen Fußes nur noch über die Brücken zu erreichen war. Los ging es an jedem der drei Tage am frühen Nachmittag mit Auftritten auf zwei Bühnen. Zwar war mit „Brings“ vor einigen Jahren eine Band zu Gast, die aus dem Kölner Karneval bekannt ist, doch sprangen die Musiker nur als Vertretung ein. Mit dem Auftritt der Brasspop-Band „Querbeat“ eröffnete in diesem Jahr zum ersten Mal eine kölsche Partyband die Summerjam. Das kam ganz gut an – weit mehr Besucher wühlten durchs Tanzen Staubwolken auf und sangen die Texte mit als bei anderen Konzerten zu Beginn eines Festivaltages. Auch sonst setzten die Veranstalter auf aktuelle Musiktrends und erfüllten vielen Fans mit der Einladung des Afro Trap-Künstlers MHD einen Herzenwunsch. Auch bei Hip Hop-Artists wie Trettmann oder RIN feierten die Menschenmassen vor der Bühne. Eine absolute Party lieferte der Freitags-Headliner Materia ab, der einerseits mit seiner Performance inklusive Pyrotechnik die Bühne „abriss“ und sich andererseits „zum Greifen nah“ den Moshpit seines eigenen Auftritts nicht entgehen ließ. Natürlich sorgten traditionsgemäß auch viele Reggae-Künstler für entspannte Vibes. Allen voran Gentleman, aber auch Tarrus Riley oder Inner Circle lieferten grandiose Shows ab. Besonders Chronixx hatte zum obligatorischen Feuerwerk am Sonntagabend einige soundtechnische Überraschungen im Gepäck und machte ordentlich Stimmung. Richtig abtanzen konnten die Festivalbesucher auch bei den Auftritten von Dancehall-Künstlern wie Alkaline, Stonebwoy und Charly Black. Als die Lichter der Bühnen am Freitag und am Samstag ausgingen, war aber noch lange kein Ende in Sicht. Dann standen nämlich die DJs und Soundsystems im Vordergrund. Ihre Party ging bis in die Morgenstunden hinein und auch wenn man nur noch wenige Stunden schlafen konnte, bis es im Zelt zu heiß wurde, nahmen das viele Summerjambesucher sehr gerne in Kauf. -Joëlle von Hagen
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Info: Wer einmal bei der Summerjam am Fühlinger See dabei sein möchte, sollte regelmäßig die Homepage auf www.summerjam.de checken. Dort werden alle aktuellen Infos zum Festival 2019 bekanntgegeben. Natürlich auch, wann der Ticketvorverkauf startet und welche Musiker auftreten werden.

Hochsommer am letzten Festivaltag: Die Sonne schien den ganzen Sonntag. Foto: Joëlle von Hagen

„Der Rhein ist nicht zum Schwimmen geeignet“

Mal eben ins kühle Nass springen und sich abkühlen: Das ist für viele das ultimative Sommererlebnis, gerade dann, wenn die Temperaturen über 25 Grad steigen, so wie dieses Wochenende. Leider kann das schlimme Folgen haben. Gerade in den vergangenen Tagen wären fast drei Kinder im Rhein auf der Höhe von Himmelgeist ertrunken. Sie waren im Alter von fünf bis acht Jahren und offenbar beim Spielen zu weit in den Fluss geraten. Dank eines Zufalls wurden die Kinder, die bereits in großer Not waren, entdeckt. Die DLRG-Ortsgruppe Neuss hatte sie nämlich bei einer Patrouillenfahrt gesehen. Sie konnten alle wohlbehalten gerettet werden. Weniger Glück hatte hingegen ein 18-Jähriger vergangenen Samstag. Er war in einem unbewachten See bei Meerbusch verunglückt und musste reanimiert werden. Sein Zustand war Anfang der Woche noch kritisch. Und für die Eltern eines vierjährigen Jungen endete der Ausflug an den Kaarster See tragisch. Dort war Anfang Juli ihr Kind ertrunken. Auch in diesem Fall konnten die Retter den Jungen reanimieren, doch er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. Und: Im April starb ein 18-Jähriger am Baggersee Blankenwasser in Neuss. Baden ist in diesem See verboten. „Alle diese Fälle sind tragisch. Man hat in diesem Jahr wirklich das Empfinden, dass mehr passiert als sonst“, so Jörg Dittmar von der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Dormagen. „Zum Glück ist in Dormagen dieses Jahr noch nichts Tragisches passiert.“ Vermutlich liegt es einfach an den langanhaltenden hohen Temperaturen. „Immerhin seit Mai haben wir tolles Wetter. Da gehen viele schwimmen“, versucht Dittmar das Empfinden näher zu erklären. Er warnt davor, an unbewachten Gewässern schwimmen zu gehen. „Viele unterschätzen die Gefahren oder sind einfach unbedacht. In unseren Seen gibt es keine geraden Böden, daher gibt es extreme Temperaturunterschiede. Die können dann zum Beispiel für einen Kreislaufkollaps sorgen, egal, ob man fit oder jung ist. Andere schätzen die Entfernung falsch ein, wenn sie ans gegenüberliegende Ufer schwimmen und geraten dann in Not. Aber auch ein einfacher Krampf im Bein kann tödlich enden“, weiß Dittmar. Er rät daher unbedingt auf Alkohol zu verzichten und ruft dazu auf, mehr aufeinander zu achten. „Wenn jeder den anderen im Auge behält, wird eine brenzlige Situation auch schnell erkannt. Dann gilt es, schnell die 112 anzurufen und die in Not geratenen Person im Auge zu behalten.“ Die DLRG rät auch dringend vom Schwimmen im Rhein ab. „Der Rhein ist nicht zum Schwimmen, Baden oder Planschen geeignet. Wir können das nicht oft genug sagen. Gerade am Montag waren wir dort wieder im Einsatz“, so Dittmar. In Dormagen gibt es genug Alternativen. Wer ins kühle Nass tauchen möchte, kann dies ganz unbeschwert im Badeteil des „Strabis“ (Straberger See), im Freibad „Römer-Therme“ oder im Stadtbad Sammys machen. Zu guter Letzt hat Dittmar auch noch einen Tipp: „Die Baderegeln (siehe unten rechts) sind immer noch gut und aktuell. Wer sich daran hält, ist eigentlich immer auf der sicheren Seite.“ -Andrea Lemke

Die DLRG Dormagen trainiert oft am Rhein, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt. Foto: DLRG