Müll den Kampf angesagt

Der World Cleanup Day wird am Sonntag, 15. September, erstmals in Deutschland stattfinden. Menschen in 150 Ländern werden gegen das globale Müllproblem aufstehen und ein Zeichen gegen Müll setzen. Auch in Dormagen. Karin Schwanfelder möchte dieses Datum für einen „Rhein Clean Up Day“ nutzen.

„Es fing im August 2015 bei Niedrigwasser an. Da fielen mir Unmengen von Müll im Rhein auf. Das heißt aufgefallen ist es mir schon immer, wenn ich mit meinen Hunden am Rhein entlang ging. Da habe ich schon mit dem Müll sammeln angefangen. Aber bei wenig Wasser kommen ganz andere Dinge zu Tage. Da habe ich mit einem Freund angefangen größere Mengen Müll einzusammeln“, erklärt Schwanfelder ihre Motiviation. Schon damals kamen so zehn Bollerwagen-Fuhren zusammen. Gerade für die Sommermonate wünscht sie sich daher entlang des Ufers auf den Feldwegen Mülltonnen, damit die Leute ihren Unrat dort entsorgen können. Nach wie vor ist der Rhein nämlich ein Lieblingsort für Fans des Grillens. Nur bleibt vieles am Ende einfach zurück. Sie und inzwischen 25 weitere Dormagener, die ihre Teilnahme für den ersten „Rhein Clean Up Day“ zugesagt haben, wollen das Rheinufer zwischen Zons und Stürzelberg sowie Piwipp in Rheinfeld von Unrat befreien. Doch die 25 Personen reichen nicht. „Wir suchen noch viele freiwillige Helfer, die uns unterstützen“, sagt Schwanfelder. Denn durch das Niedrigwasser der vergangenen Wochen sei viel Müll zum Vorschein gekommen, den man nicht vermute. „Autoreifen, Einkaufswagen, Bekleidung, Metall und vieles mehr“, zählt sie auf. Da zum Sauberhaft-Tag im März meist Hochwasser sei, könne nicht so aufgeräumt werden wie zurzeit. Der „Rhein Clean Up Day“ ist nicht die erste Aktion der engagierten Frau. Mittlerweile hat sie schon ähnliche Aktionen gestartet und durchgeführt. Zuletzt am 4. August. Da haben sie und ein ganzer Trupp gleich drei Strandabschnitte gesäubert. Ein ganzer Hänger konnte mit Müll beladen werden. Eine Woche später ging es weiter. Der „Rhein Clean Up Day“ soll nun eine Nummer größer werden. Inzwischen haben auch zwei Angelvereine ihre Unterstützung zugesagt und die Stadt steuert Handschuhe und Müllsäcke bei. Zudem organisiert sie den Abtransport des Unrats. Wer mitmachen möchte, kann ganz einfach auf Facebook unter Veranstaltungen („Rhein Clean Up Day Zons Dormagen“) seine Zusage geben oder spontan zum Treffpunkt auf dem Rheintorparkplatz am Herrenweg in Zons kommen. Los geht es um 9.30 Uhr. -A. Lemke

Gehen dem Dreck an den Kragen (v.l.): Pamela Tigges, Jenny Achtzing, Manuela Schwermer, Nicky und Daniel Neske, Melanie Dohm, Lucie Bergins, Patrick und Julie Keppler sowie Karin Schwanfelder (vorne sitzend). Foto: privat

Dormagen aufgepasst: Warntest am 6. September

Am Donnerstag, 6. September, sollten alle Dormagener ihre Ohren spitzen, denn dann testet die Dormagener Feuerwehr ihr Warnsystem, damit im Ernstfall nichts schiefgehen wird. Hunde und andere Tiere könnten auf das Sirenengeheul nervös reagieren.

Um Punkt 10 Uhr werden alle 24 Sirenen im Stadtgebiet erprobt, dass heißt sie werden für mächtig Krach sorgen. Zudem sind ab circa 10.05 Uhr insgesamt 13 Warnfahrzeuge der Feuerwehr im Einsatz, um per Lautsprecherdurchsage zu warnen. Die Durchsage wird lauten: „Achtung, Achtung, hier spricht ihre Feuerwehr. Es handelt sich um eine Übung.“ Es wird sich also nicht um einen Ernstfall handeln. Die Fahrzeuge werden im Schritttempo durch die Ortschaften Horrem, Rheinfeld, Zons, Stürzelberg, Delrath, Nievenheim, Ückerath, Straberg, Delhoven, Hackenbroich, Gohr sowie Stadtmitte und Dormagen-Nord durchfahren. Dabei hat die Feuerwehr besonders die sogenannten Sektorenschwerpunkte wie Kindergärten, Schulen oder andere Gebäude, in denen sich viele Menschen aufhalten, im Fokus. Es gibt insgesamt 128 Warnsektoren im gesamten Stadtgebiet. Die Feuerwehr wird schließlich ein zweites Mal durch die Ortschaften fahren und per Lautsprecher durchgeben, dass die Übung beendet ist. Das NRW-Innenminesterium wird zudem über die Warn-App Nina ebenfalls eine Probemeldung absetzen. Die Stadt weist in diesem Zusammenhang daruaf hin, dass es wichtig sei, diese App auf sein Handy zu laden. Gegen 11 Uhr ist die gesamte Übung schließlich beendet. Die Fahrzeugbesatzungen erhalten Feedback-Bögen, auf dneen auch die Hörbarkeit der Sirenen bewertet werden kann. „Natürlich sind auch die Bürger aufgerufen, uns ihre Eindrücke vom Warntag 2018 zu spiegeln“, erklärt Feuerwehr-Chef Bernd Eckhardt. Dazu einfach eine E-Mail an „warntag@stadt-doramgen.de schicken. Während der Übung am 6. September gibt es auch eine Hotline der Stadt, die die Bürger informiert oder Fragen beantwortet. Die Nummer lautet: 02133/257 255. „Es ist unser Ziel, die Menschen bestmöglich zu sensibilisieren und ihnen alle notwendigen Informationen und Tipps mit an die Hand zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen können“, so Eckhardt. -A. Lemke
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Info: Auf www.dormagen.de/rathaus-online/rathausinformationen/alarmsignale/ erfahren unsere Leser zudem, was die einzelnen Sirenentöne bedeuten. Handelt es sich um einen Feueralarm oder aber um ein sogenannte Großschadenslage? Die einzelnen Signale werden erklärt, es gibt dort auch Hörbeispiele sowie Verhaltensregeln.

Parkplatz am Rübenweg für einen Tag gesperrt

Der städtische Parkplatz am Rübenweg in unmittelbarer Nähe zum Schützenplatz wird am Mittwoch, 29. August, ab sechs Uhr morgens gesperrt. Um Grünpflege und Reinigung der Fläche zu ermöglichen, dürfen dort zu dieser Zeit keine Fahrzeuge parken. Bereits ab heute stehen dort Schilder mit dem Hinweis auf die Grünpflegearbeiten am 29. August. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt. -sf/ale