Tierschützer bemalten Innenstadt

Wer sich am gestrigen Freitag zum Wochenmarkt in der Innenstadt aufgemacht hat, wird die Botschaften kaum übersehen haben. Die Kölner Straße und riesige Flächen vor der Terrasse des Eiscafés Adamis waren mit Kreide bemalt. „Nicht deine Mutter, nicht deine Milch“, „Alle Kälber sterben auf Transporten“, „Tiere wollen leben, genau wie wir“ oder „Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit“ lauteten unter anderem die Botschaften, die Unbekannte mit Kreide auf das Straßenpflaster gemalt hatten. „Es ist Kreide und wir warten auf Regen. Nach ersten Einschätzungen sind die Sprüche von der Meinungsfreiheit gedeckt“, erklärte Max Laufer von der Stadtpressestelle. Von einer Anzeige gegen Unbekannt sieht die Stadt aus diesem Grunde ab. Passend zum Thema veröffentlichte gerade die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Pressemitteilung. Darin heißt es: „Mit Blick auf die Grillsaison im Rhein-Kreis Neuss warnen wir vor Ramschpreisen beim Fleisch. Rabattschlachten in den Supermärkten gefährdeten nicht nur die Qualitätsstandards bei Schwein, Rind und Geflügel.“ Dabei sei der Hunger auf Fleisch auch außerhalb der Grillzeit ungebrochen groß. Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aß jeder Deutsche zuletzt durchschnittlich gut 36 Kilogramm Schweinefleisch pro Jahr. Beim Geflügel waren es 12,5 und beim Rindfleisch 9,7 Kilogramm. Ein großer Teil des Fleischs stammt dabei aus heimischer Produktion. Allein in den nordrhein-westfälischen Mastbetrieben gibt es laut Statistischem Bundesamt 3,5 Millionen Schweine und 5,3 Millionen Hühner. Zum Teil ist Fleisch heute billiger als ein Bund Bananen oder ein Kilogramm Äpfel. -Andrea Lemke

Richtig Mühe hat sich ein Unbekannter mit den Parolen gegeben. Foto: ale

Vermisster Mann ist tot

Traurige Erkenntnis im Fall des vermissten 49-jährigen Dormageners, den die Polizei seit vergangenen Dienstag, 10. Juli, suchte. Am vergangenen Donnerstagnachmittag, 12. Juli,  wurde im Bereich Rees (Kreis Kleve) ein männlicher Leichnam aus dem Rhein geborgen. Die aufgefundenen Personalpapiere sind die des vermissten Mannes aus Stürzelberg. Nach ersten Erkenntnissen der Kripo gibt es keine Hinweise auf eine Straftat. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes führt derzeit die Kreispolizeibehörde Kleve. -sf/ale

Wasserrettung suchte vergeblich nach einer Person im Rhein

Am Dienstagmittag, 10. Juli, erhielt die Leitstelle des Rhein-Kreis-Neuss eine Meldung, dass eine Person in Höhe eines Containers-Terminal in Stürzelberg in den Rhein gegangen ist. Diese Person ist nach Angaben des Meldenden in der Strömung untergegangen. Sofort wurden die Wasserrettungseinheiten der Feuerwehren Dormagen, Düsseldorf und Neuss alarmiert. Ebenfalls waren die DLRG Dormagen und die Wasserschutzpolizei aus Köln und Düsseldorf mit weiteren Booten im Einsatz. Aus der Luft wurde der Rhein mit drei Hubschraubern kontrolliert. Weitere Kräfte der Feuerwehren suchten vom Ufer aus nach der vermissten Person. Eine Drehleiter der Feuerwehr Dormagen wurde in Höhe des Silbersees in Stellung gebracht. Die Person konnte jedoch nicht gefunden werden. Der Einsatz wurde nach rund eineinhalb Stunden abgebrochen. Die Polizei hat bisher nicht bestätigt, dass ein Zusammenhang zwischen diesem Fall und dem mysteriösen Verschwinden des Ehemanns der Ex-CiDo-Vorsitzenden Michaela Jonas besteht, obwohl die räumliche Nähe bei beiden Vorfällen gegeben ist. „Es gibt bis dato keine gesicherten Anhaltspunkte dazu“, so die Pressestelle der Polizei. „Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach noch heute eine öffentliche Suchmeldung herausgeben“, sagte Polizeisprecherin Daniela Dässel auf Anfrage. In der Zwischenzeit wurde das Fahrzeug von Jürgen Jonas in Stürzelberg gefunden. Der dunkelblaue Golf stand abgeschlossen an der Uferstraße – und damit in der Nähe zu dem Bereich, wo die Person gesehen wurde, die in den Rhein ging. -ale/sf

Feuerlöschboot Alfons Frings im Einsatz. Foto: Feuerwehr Neuss