„Tour de Jugendhilfe“

Bei eisigen Temperaturen kämpften sie sich über hunderte Kilometer und etliche Höhenmeter – Die fünf Teams der „Tour de Jugendhilfe“ schlugen sich über die achttägige Fahrradstaffel wacker.

Hinter einem Bus des Raphaelshauses fuhren die Teilnehmer der ersten „Tour de Jugendhilfe“ am vergangenen Samstag johlend und jubelnd in die Zieleinfahrt durch das Tor der Einrichtung an der B 9 ein. Denn sie hatten eine achttägige Fahrradstaffel durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erfolgreich hinter sich gebracht – für viele von ihnen die erste Tour dieser Art in ihrem Leben. Gestartet waren die fünf Radlermannschaften von fünf Jugendhilfeeinrichtungen aus ganz Deutschland am 24. März in Bonn. Von dort aus legte die Wertungsklasse „Mailliot Jaune“ (Französisch für gelbes Trikot), der ausschließlich das „Team Raphael“ aus Dormagen angehörte, insgesamt 766,9 Kilometer und die vier Gruppen der Wertungsklasse „Maglia

Die Teilnehmer der ersten „Tour de Jugendhilfe“ kamen am vorigen Samstag (31. März) geschafft und gleichzeitig überglücklich am Raphaelshaus an. Foto: Joëlle von Hagen

Rosa“ (Italienisch für rosafarbenes Trikot) 523 Kilometer zurück. Dabei hatten die Jugendlichen sowie ihre Begleiter neben den üblichen Strapazen einer Fahrradstaffel wie Muskelkater, Wind und Wetter auch mit einigen Stürzen zu kämpfen. Ein Mädchen im rosa Trikot stürzte sogar so schwer, dass sie sich großflächige Schürfwunden zuzog, aber dennoch die gesamte Tour mitstrampelte. Sie übernachteten in Zelten an den Gastgebereinrichtungen in den beiden Bundesländern. Bei der Siegerehrung auf dem Gelände des Raphaelshauses, die bei strahlendem Sonnenschein stattfand, wurde unter anderem der sogenannte „Pflastersteinpokal“ verliehen. Dieser ging an die Teilnehmer, die die gesamte Strecke geschafft hatten – tatsächlich legten alle Radler die vorgesehene Kilometeranzahl zurück. Zudem durften sich die Gewinnerteams jeweils über ein eingerahmtes gelbes oder rosafarbenes Trikot freuen. In der Wertungsklasse „Mailliot Jaune“ siegte natürlich der einzige Starter: das „Team Raphael“ mit Noah Brandt, Leon Kruse, Aaron Kramer, Dominik Nowak und Betreuer Christian van Rens. Pro Tag meisterten die Dormagener rund 120 Kilometer und 1.000 Höhenmeter. Zum Glück der Radler hatten sie nur kleinere Stürze zu verzeichnen. In der Wertungsklasse „Maglia Rosa“ gewann das „Team Hermes“ des Hermann-Josef-Hauses Kall Urft, welches gleich mit drei Betreuern für vier Jugendliche antrat. (jvh)

Kommentare sind geschlossen.